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      Was passiert im Todesfall?

 

 

Ein Todesfall in der Familie ist immer ein schmerzliches Ereignis, das bei den Hinterbliebenen oft nicht nur Trauer, sondern häufig auch Ratlosigkeit auslöst.

Als Allererstes ist ein Bestattungsunternehmen beizuziehen. Für eine ganz gefühlvolle und individuelle Begleitung empfehlen wir Ihnen gerne ein gutes Bestattungsunternehmen.

Erbengemeinschaft

Das auf den Namen des Erblassers lautende Vermögen geht durch Universalsukzession auf die Erben über. Mehrere Erben bilden eine Erbengemeinschaft. Sie haften für Schulden des Erblassers solidarisch.

Siegelung

Nachdem der Todesfall dem Zivilstandsamt gemeldet worden ist, wird sich bei den Angehörigen eine Siegelungsbeamtin oder ein Siegelungsbeamter der Gemeinde melden und innert wenigen Tagen ein Siegelungsprotokoll aufnehmen.

Nachlassinventar

Stellt der Siegelungsbeamte ein Bruttovermögen von über 100'000 Franken fest, dann ist gemäss den Bestimmungen des bernischen Steuergesetzes ein Steuerinventar aufzunehmen. Der Regierungsstatthalter fordert die Angehörigen auf, einen Notar zu bezeichnen, und beauftragt ihn mit der Inventaraufnahme.

Gemäss Art. 2 der Inventarverordnung wird auf die Errichtung eines Steuerinventars verzichtet, falls der Erblasser oder die Erblasserin umfassend verbeiständet war oder eine Beistandschaft mindestens 10 Jahre gedauert hat.

Jeder Erbe ist aber immer berechtigt, die Errichtung eines Erbschaftsinventars oder eines öffentlichen Inventars zu verlangen. Über die Rechtsfolgen dieser Arten von Nachlassinventaren berate ich Sie gerne. Im Zweifelsfall empfehle ich den Erben die Errichtung eines Erbschaftsinventars.

Sind minderjährige Nachkommen vorhanden, dann ist die Errichtung eines Erbschaftsinventars obligatorisch, auch wenn das Bruttovermögen keine 100'000 Franken erreicht. Zudem wird für die Nachkommen für die Zeit der Inventaraufnahme eine zeitlich begrenzte Beistandschaft angeordnet.

Für die Aufnahme eines Nachlassinventars stehe ich Ihnen und der Trauerfamilie gerne zur Verfügung. Ist im Anschluss daran eine Erbteilung vorzunehmen, dann erledige ich auch dieses Mandat gerne zu Ihrer Zufriedenheit.

Eröffnung von Verfügungen von Todes wegen

Vorhandene Verfügungen von Todes wegen sind der Gemeinde einzuliefern und werden von dieser oder einem Notar den gesetzlichen und eingesetzten Erben sowie - auszugsweise - den Vermächtnisnehmern eröffnet.

Wird innert dreissig Tagen gegen eine Verfügung von Todes wegen kein Einspruch erhoben, so wird den Erben eine Bescheinigung ausgestellt, dass sie - unter dem Vorbehalt der Erbschafts- und Ungültigkeitsklage - als einzige Erben anerkannt sind. Der Erbenschein weist die erbberechtigten Personen als verfügungsberechtigte Erben aus.

Erbausschlagung

Jeder Erbe hat das Recht, das Erbe auszuschlagen. Die Ausschlagungsfrist beträgt drei Monate seit Kenntnis des Todesfalls oder des Abschlusses eines Erbschafts- oder öffentlichen Inventars.

Pflichtteile

Bei den Pflichtteilen handelt es sich um Bruchteile der gesetzlichen Erbteile, die den pflichtteilsgeschützten Erben nicht entzogen werden können.

Die Nachkommen besitzen mit drei Vierteln den grössten Pflichtteil. Die Eltern und der überlebende Ehegatte oder der eingetragene Partner besitzen je die Hälfte des gesetzlichen Erbanspruchs. Alle übrigen Erben besitzen keinen Pflichtteil. Verletzte Pflichtteile können durch die Herabsetzung (mit einer Klage oder einredeweise) geltend gemacht werden.

Hilfreicher Link: Steuern im Todesfall

 

Wir sind Ihre Spezialisten, wenn es um Nachlassinventare und Erbschaftsliquidationen geht.
Notariat NUSSBAUM. Warum nicht?

 

 

 

 

 

 

 

2018-04-11

Bei uns sind die Erben in guten Händen